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Jim Whiting, Steffen Kache, Micha Ziegenhorn
WERK 2
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Kochstraße 132, Leipzig
21
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2026
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20:00 Uhr
Nachtkultur in Leipzig. Zuletzt immer wieder als Sorgenkind in den Schlagzeilen. Steigende Kosten, ein verändertes Ausgehverhalten und politische Veränderungen machen es Clubs immer schwerer. Wir bringen die Akteure auf die Bühne und fragen nach: Was läuft schief in der Stadt? Eine Sonderausgabe gemeinsam mit dem LiveKommbinat Leipzig e.V.

Speaker

Steffen Kache

Noch bevor die Distillery ihren langjährigen Standort an der Kurt-Eisner-Straße wegen eines neuen Wohngebiets verlassen muss, beginnt für Steffen ein jahrelanger Kraftakt: Gemeinsam mit dem TV-Club gründet er die Leipziger Club- und Kulturstiftung und entwickelt das Projekt Gleisdreieck: ein ehemaliges Bahnkraftwerk soll zum Ort für Clubs, Musik, Kunst und Kreativität werden. Doch Genehmigungen, Anwohnerproteste und langwierige Planungsprozesse bringen den Zeitplan ins Wanken. Eine Geschichte über große Pläne, teure Zwischenlösungen in Messehallen und den Versuch, Clubkultur in Leipzig zu retten. Und über die Frage, wie viel Risiko ein Clubbesitzer eingehen kann, bevor der Bass verstummt.

Micha Ziegenhorn

Feiern im öffentlichen Raum, ohne ständig mit Verboten und Repressionen rechnen zu müssen: Dafür setzte sich Michael Ziegenhorn als langjähriges Mitglied der Leipziger Kollektivvertretung VAK ein. Zwischen 2019 und 2023 entwickelte das Netzwerk gemeinsam mit Kollektiven und Stadtverwaltung unter anderem ein Freiflächenkonzept, wurde zum Ansprechpartner der Politik und schien zu beweisen, dass Subkultur und Verwaltung miteinander reden können. Doch Interessenvertretung funktioniert nur, wenn die Vertretenen sich auch vertreten fühlen. Während der Corona-Zeit brachen regelmäßige Treffen weg, die Kerngruppe entfernte sich von den Kollektiven, Kommunikation wurde zur Einbahnstraße. Aus rund 40 vertretenen Kollektiven wurden 5, aus Anerkennung Misstrauen. Michael erzählt von einem schleichenden Rückzug, dem Spagat zwischen Gegenkultur und offizieller Anerkennung und den Fragen: Wie organisiert man Ehrenamt, Onboarding und verlässliche Kommunikation? Und wann muss man politische Zugeständnisse ablehnen, um repräsentativ zu bleiben?

Jim Whiting

Vor 10 Jahren schließt Bimbotown mit einer fulminanten Finnissage, um der Sanierung der Halle 7 auf der Baumwollspinnerei zu weichen. Das Maschinentheater mit menschenfressender Couch, Performancekunst und mobilen Zauberwelten hatte sich zu einem ikonischen, avantgardistischen Ort entwickelt. Leipzig nach der Wende als Anziehungspunkt für Kreative mit Raum für Ideen, auch für den englischen Aktionskünstler und künstlerischen Schöpfer von Herbie Hancocks Musikvideo Rockit. Bei uns spricht der Künstler, was er in 13 Jahren auf der Spinnerei gelernt hat. Und wie er zu Kommerz und Kunst heute steht. 

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Fuckup Night #
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21/10/2026